Im Brennpunkt

Protokoll Zwangsarbeit
Die Schweiz hat am 28. September 2017 die Ratifikationsurkunde des Protokolls von 2014 zum Übereinkommen über Zwangsarbeit bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) deponiert.

Das Protokoll zum Übereinkommen über Zwangsarbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) tritt für die Schweiz am 28. September 2018 in Kraft. Das Protokoll verstärkt den internationalen Rechtsrahmen in der weltweiten Bekämpfung der Zwangsarbeit und des Menschenhandels. Das SECO organisiert dazu eine thematische Veranstaltung.

Mehr Informationen: Medienmitteilung

Nationaler Aktionsplan für die Umsetzung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

Der Bundesrat hat am 9. Dezember 2016 einen Bericht mit einem Nationalen Aktionsplan (NAP) für die Umsetzung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet. Die Schweiz gehört zu den ersten Ländern, die über eine solche Strategie zur Förderung der Kohärenz zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten und Menschenrechten verfügen.

Das Dokument klärt die Erwartungen des Bundesrats gegenüber Unternehmen und stellt mittels 50 Politikinstrumenten dar, wie die Schweiz die UNO-Leitprinzipien umsetzt. Das Ziel des NAP ist die Verbesserung des Menschenrechtsschutzes im Kontext wirtschaftlicher Aktivitäten. Er dient ausserdem der Sensibilisierung und der Zusammenarbeit mit Unternehmen, sowie der Verbesserung der Kohärenz staatlicher Aktivitäten.

Die mehrparteiliche Begleitgruppe zum Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte vereint seit 2017 Vertreter der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Bundesverwaltung. Die Begleitgruppe wird bei inhaltlichen und strategischen Fragestellungen zur Umsetzung des NAP konsultiert.

UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

united-nations

Der UNO-Menschenrechtsrat verabschiedete die UNO-Leitprinzipien im Juni 2011. Sie gründen auf der Wahrnehmung, dass die Tätigkeiten von Unternehmen auch nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen hervorrufen können.

Die UNO-Leitprinzipien sind ein wichtiger Schritt, um Lücken in der guten Regierungsführung (Governance Gaps) zu schliessen. Sie definieren den internationalen politischen Rahmen betreffend der staatlichen Schutzpflicht und der Verantwortung der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte. Die UNO-Leitprinzipien beruhen auf drei Säulen:

UNGP Säulen

Kontakt

Die Koordinationsstelle des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte ist dem SECO und der Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA angegliedert.

Gerne beantworten wir Ihre Anfragen per Mail:

info.nap-bhr@seco.admin.ch

Medien

EDA: info@eda.admin.ch

SECO: medien@seco.admin.ch

Agenda

Workshop: "Human Rights Due Diligence für Firmen"
Datum: 31.10.2018
Zeit: 17:00 - 19:15
Ort: Basel

Für weitere Informationen: hier

Unternehmenscoaching: "Human rights due diligence in practice"
Datum: 06.11.2018
Zeit: 09:30 - 17:00
Ort: Bern

Für weitere Informationen: hier

Sensibilisierungsanlass: "One Day with Human Resources - Human Rights Due Diligence"
Datum: 07.11.2018
Zeit: 11:00 - 12:00
Ort: Zug

Für weitere Informationen: hier

Weitere Themen

IAO Helpdesk

IAO-Helpdesk

IAO-Helpdesk für Unternehmen für individuelle Beratung.

Veranstaltungen und Dokumentation_Teaser

Veranstaltungen und Dokumentation

Grundlagendokumente sowie Studien, die der Bund mit externen Experten realisiert hat.

Zugang zur Wiedergutmachung

Zugang zur Wiedergutmachung

Staaten und Unternehmen sollen wirksame Abhilfe für Betroffene ermöglichen.

Praxisbeispiele

Beispiele aus der Praxis

Unternehmen unterstützen und fördern die Achtung der Menschenrechte durch zahlreiche Aktivitäten.

https://www.nap-bhr.admin.ch/content/napbhr/de/home.html