Im Brennpunkt

Aktualisierung des NAP Wirtschaft und Menschenrechte: Mehrparteiendialog

Die Bundesverwaltung organisiert einen Mehrparteindialog zur Aktualisierung des Nationalen Aktionsplans (NAP) zur Umsetzung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte 2020-2023. Dieser Austausch soll der Bundesverwaltung erlauben, die Position der relevanten bundesexternen Interessensgruppen zu spezifischen Fragestellungen in Erfahrung zu bringen.
Der Mehrparteiendialog wird am Montag 29. April 2019, von 13.00-16.00 im Berner GenerationenHaus, Bahnhofplatz 2, 3011 Bern stattfinden. An dieser Veranstaltung können Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Nichtstaatliche Organisationen und Gewerkschaften teilnehmen.  

Nationaler Aktionsplan für die Umsetzung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

Der Bundesrat hat am 9. Dezember 2016 einen Bericht mit einem Nationalen Aktionsplan (NAP) für die Umsetzung der UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet. Die Schweiz gehört zu den ersten Ländern, die über eine solche Strategie zur Förderung der Kohärenz zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten und Menschenrechten verfügen.

Das Dokument klärt die Erwartungen des Bundesrats gegenüber Unternehmen und stellt mittels 50 Politikinstrumenten dar, wie die Schweiz die UNO-Leitprinzipien umsetzt. Das Ziel des NAP ist die Verbesserung des Menschenrechtsschutzes im Kontext wirtschaftlicher Aktivitäten. Er dient ausserdem der Sensibilisierung und der Zusammenarbeit mit Unternehmen, sowie der Verbesserung der Kohärenz staatlicher Aktivitäten.

Die mehrparteiliche Begleitgruppe zum Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte vereint seit 2017 Vertreter der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und der Bundesverwaltung. Die Begleitgruppe wird bei inhaltlichen und strategischen Fragestellungen zur Umsetzung des NAP konsultiert.

UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

united-nations

Der UNO-Menschenrechtsrat verabschiedete die UNO-Leitprinzipien im Juni 2011. Sie gründen auf der Wahrnehmung, dass die Tätigkeiten von Unternehmen auch nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen hervorrufen können.

Die UNO-Leitprinzipien sind ein wichtiger Schritt, um Lücken in der guten Regierungsführung (Governance Gaps) zu schliessen. Sie definieren den internationalen politischen Rahmen betreffend der staatlichen Schutzpflicht und der Verantwortung der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte. Die UNO-Leitprinzipien beruhen auf drei Säulen:

UNGP Säulen

Kontakt

Die Koordinationsstelle des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte ist dem SECO und der Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA angegliedert.

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https://www.nap-bhr.admin.ch/content/napbhr/de/home.html