Im Brennpunkt

Der Bundesrat hat am 15. Januar 2020 die revidierten Aktionspläne 2020-2023 zur gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen und zu Wirtschaft und Menschenrechten gutgeheissen. Der Bund fördert die Umsetzung der verantwortungsvollen Unternehmensführung. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen.

Der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte wurde vom WBF und dem EDA unter Einbezug der externen Interessensgruppen (Wirtschaftsverbände, Zivilgesellschaft, Wissenschaft) für den Zeitraum 2020-2023 überarbeitet. Er baut auf den bisher erzielten Ergebnissen auf und wird die Unternehmen weiterhin durch wirksame Massnahmen unterstützen. Dies beinhaltet namentlich die Schaffung von Fördermassnahmen zur Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung (Tools, Leitfäden etc.) und die Zusammenarbeit mit Multi-Stakeholder-Initiativen, die insbesondere KMU unterstützen können.

 

Wirtschaft und Menschenrechte: Covid-19

Die Pandemie hat nicht nur bedeutende gesundheitliche, sondern auch wirtschaftliche Folgen. Vielen Menschen, in der Schweiz und auf der ganzen Welt, droht deshalb der Stellenverlust. Den Unternehmen kommt bei der Bekämpfung von Covid-19 eine wichtige Rolle zu. Sie können die Bemühungen zur Eindämmung des Virus unterstützen, indem sie Schutzkonzepte anwenden und dafür sorgen, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Der Bund hat ein Handbuch herausgegeben, das den Unternehmen bei der Erarbeitung von Massnahmen behilflich sein soll, mit denen sie ihre Mitarbeitenden vor einer Ansteckung schützen und den Betrieb im Pandemiefall aufrechterhalten können. Das Handbuch richtet sich an Branchenverbände und Unternehmen und enthält verschiedene Schutzkonzepte (Standard- und betriebsspezifische Schutzkonzepte):

Pandemiehandbuch
Schutzkonzept

Die IAO veröffentlicht zahlreiche Informationen zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeitswelt (in französischer oder englischer Sprache): Le COVID-19 et le monde du travail


Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Max Havelaar-Stiftung laden Sie am Dienstag, 1. Dezember, von 9.30 bis 12.00 Uhr zu einem Online-Webinar ein. Dieses Webinar zeigt Unternehmen konkrete Handlungsansätze für die Ermittlung und den Umgang mit menschenrechtlichen Risiken in der landwirtschaftlichen Lieferkette gestützt auf die UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den OECD-FAO Leitfaden für verantwortungsvolle landwirtschaftliche Lieferketten. Der Anlass richtet sich an Schweizer Unternehmen die entlang der landwirtschaftlichen Lieferkette tätig sind (private und öffentliche, KMU bis Gross-Unternehmen), sowie Verantwortliche im Bereich der Nachhaltigkeit bzw. der verantwortungsvollen Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility, CSR). Die aktuellsten Informationen zum Webinar, sowie die Agenda und der Link zur Registration werden in den nächsten Tagen auf der Event Webseite aufgeschaltet.


Neue Broschüre «Menschenhandel zwecks Arbeitsausbeutung» 

Die Schweiz bekämpft den Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft, der darin besteht, Personen anzuwerben oder mit Menschen zu handeln, um sie für bestimmte Arbeiten auszubeuten. Das SECO setzt sich mit einer Informationskampagne und einer Broschüre dafür ein, die Arbeitsinspektoren für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Broschüre stellt praktische Instrumente zur Verfügung, darunter auch Indikatoren für die Identifizierung potenzieller Opfer. 

Broschüre «Menschenhandel zwecks Arbeitsausbeutung»


Sorgfaltsprüfungsverfahren für Schweizer KMU im Bereich der Menschenrechte: neue Broschüre

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Welchen Nutzen kann ein Unternehmen daraus ziehen, wenn es die Menschenrechte achtet? Wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass es seine Geschäfte verantwortungsbewusst führt? Das SECO und das EDA veröffentlichen eine Broschüre über die menschenrechtliche Verantwortung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Diese Broschüre gibt Schweizer KMU einen praktischen Überblick über die Chancen und Herausforderungen der verantwortlichen Unternehmensführung. Sie enthält internationale und nationale Leitlinien zu diesem Thema. Sie schlägt auch konkrete Ansätze zur Integration von Menschenrechtsfragen in die Unternehmensführung vor. Die Broschüre gibt einen Überblick über die notwendigen Schritte zur Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung. Es richtet sich speziell an KMU und bietet nützliche und spezifische Informationen für die Risikobewertung von Menschenrechten.


Video Wirtschaft und Menschenrechte

UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

united-nations

Der UNO-Menschenrechtsrat verabschiedete die UNO-Leitprinzipien im Juni 2011. Sie gründen auf der Wahrnehmung, dass die Tätigkeiten von Unternehmen auch nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen hervorrufen können.

Die UNO-Leitprinzipien sind ein wichtiger Schritt, um Lücken in der guten Regierungsführung (Governance Gaps) zu schliessen. Sie definieren den internationalen politischen Rahmen betreffend der staatlichen Schutzpflicht und der Verantwortung der Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte. Die UNO-Leitprinzipien beruhen auf drei Säulen:

UNGP Säulen

Kontakt

Die Koordinationsstelle des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte ist dem SECO und der Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA angegliedert.

Gerne beantworten wir Ihre Anfragen per Mail:

info.nap-bhr@seco.admin.ch

Medien

EDA: info@eda.admin.ch

SECO: medien@seco.admin.ch



Soziale Netzwerke

Weitere Themen

Unternehmsverantwortung

Verantwortung der Unternehmen

Die Tätigkeiten von Unternehmen führen nicht nur zu Investitionen, Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Entwicklung, sondern können auch unerwünschte Begleiterscheinungen hervorrufen.

Veranstaltungen und Dokumentation_Teaser

Dokumentation

Grundlagendokumente sowie Studien, die der Bund mit externen Experten realisiert hat.

Bundeshaus

Staatliche Schutzpflicht

Die Schutzpflicht beruht auf den bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz, welche für den Bereich «Wirtschaft» konkretisiert werden.

Praxisbeispiele

Beispiele aus der Praxis

Unternehmensaktivitäten zur Unterstützung und Förderung der Achtung der Menschenrechte

https://www.nap-bhr.admin.ch/content/napbhr/de/home.html